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Highlights

1 - Feria Insular de Artesanía - Antigua

Kunsthandwerk von allen kanarischen Inseln in La Antigua

Ende Mai wird in La Antigua Kunsthandwerk von allen kanarischen Inseln präsentiert

Im Mai findet in La Antigua an der Ringkampfarena die Feria Insular de Artesanía statt. Ein Wochenende lang präsentieren Kunsthandwerker von allen Kanarischen Inseln ihr Schaffen. Im Rahmenprogramm kanarische Folklore.

2 - Betancuria

Kirche, Kloster, Kunsthandwerk - und ein stilvolles Restaurant: In dem alten Bergort lebt Fuerteventuras Geschichte fort

Geschichtsträchtiger Ort in den Bergen mit Kirche und Kloster

3 - Vega de Río de las Palmas, Stausee und Barranco de las Peñitas - Betancuria

Barranco de las Peñitas: Am Stausee entlang hinab in eine einsame Felsschlucht

Barranco de las Peñitas: Die Wanderung durch eine wildromantische Felsschlucht führt zu einer kleinen Kapelle

Etwa 6 km südlich von Betancuria gelangt man zur wohl schönsten Palmenoase der Insel. Die bäuerliche Siedlung wird auch kurz Vega de Río Palma genannt. Heute werden auf den kleinen Äckern nur noch Kartoffeln und etwas Gemüse angebaut. Die Dorfkirche linker Hand (17. Jh.; Di-So 11-13, 17-19 Uhr) birgt das größte Heiligtum der Insel: eine 23 cm kleine Alabasterfigur der Maria mit dem Kinde, der »Virgen de la Peña«, die als älteste Marienfigur auf der Insel wahrscheinlich von dem Eroberer Béthencourt Anfang des 15. Jhs. aus Frankreich mitgebracht wurde. Als Schutzheilige der Insel ist die Jungfrau im September Ziel der größten Inselwallfahrt. Am Kirchplatz bietet das deutsch geführte Restaurant Don Antonio mit seinem schönen Innenhof und tagesfrischen, feinen Speisen Wohltat für Leib und Seele (So, Mi/Do 11-17, Fr/Sa 11 bis 22 Uhr, Tel. 928 87 87 57,€€€).

Vom Südende der Oase aus führt eine der schönsten Wanderungen, die die Insel bietet, zur Felsschlucht des Barranco de las Peñitas. Man fährt dazu noch ein Stückchen Richtung Pájara, biegt dann von der ansteigenden Hauptstraße nach rechts ins Tal (Wegweiser »Vega de Río Palma«) ab und parkt den Wagen nach 1,3 km, wo die Straße das Bachbett ein zweites Mal überquert. Von dort aus geht es zu Fuß im meist ausgetrockneten Bett weiter talab Richtung Stausee. Nach einer guten Viertelstunde, etwa wo der Tamariskenwald beginnt, verlässt man das Bachbett nach rechts (noch etwas jenseits einer markanten, ebenfalls rechts abzweigenden Piste). Erst oberhalb des Waldes, dann am zugeschwemmten Stausee Embalse de las Peñitas entlang, erreichen Sie nach weiteren 10 bis 15 Minuten die Staumauer. Auf der anderen Seite der Mauer senkt sich nun ein Pfad in zwei Kehren in die wildromantische Felsschlucht des Barranco de las Peñitas hinab. Wenige Minuten noch, und Sie erreichen die weiß getünchte Kapelle Ermita de la Peña, einen kühlen, stillen Ort der Rast mit einem netten Besucherbuch. Zuweilen, wenn der Wind über die Felsen streicht, ertönt hier ein unheimliches Klagen, wie wenn ein Geisterchor intonierte. Auf demselben Weg geht's zurück. Für die Wanderung braucht man mit einer kleinen Rast knapp anderthalb Stunden. Sie erfordert keine besondere Kondition, stellenweise aber Trittsicherheit.

4 - Corralejo

Wanderdünen El Jable: Nichts als endloser, weißer Sand

Wanderdünen El Jable: Die gleißenden Sanddünen am Meer bei Corralejo sind das große Glanzlicht des Nordens

5 - Playa Barca - Costa Calma

Hier schufen Wind, Sand und Wellen ein herrliches Stück Badestrand

Grenzenloses Urlaubsvergnügen am Strand und in den Dünen

Dieser mittlere Abschnitt der Sandstrände, an deren Nordende die Costa Calma liegt, ist der schönste Teil der Playas de Sotavento. Hier hat sich hinter einer kaum 20 m schmalen, doch 4 km langen Nehrung eine bis über 100 m breite Lagune ausgebildet. Sie ist leicht zu durchwaten und fällt bei Ebbe weitgehend trocken. (Die Nehrung wird manchmal überflutet; passen Sie auf, dass Ihre Sachen nicht wegschwimmen!) Einzige größere Baulichkeit ist das Hotel Sol Gorriones. Die Playa Barca gilt als eines der besten Windsurfreviere der Welt. Jedes Jahr im Juli finden hier Weltmeisterschaften statt.

6 - Jeepfahrt zum Westkap und nach Cofete

Ein großartiger Aussichtspunkt, einsame Strände: Hier erlebt man die Insel in ihrer Ursprünglichkeit - und darf über die Villa Winter spekulieren

Ein Ausflug zur Westspitze und nach Cofete bringt Rallye- Spaß in einsamer Landschaft

Der schönste Ausflug, den man im Südteil Fuerteventuras machen kann, führt zur Westspitze der Insel, der Punta de Jandía, und hinüber zur fast menschenleeren Nordwestküste von Jandía. Zwar genügt dafür eigentlich ein normaler Pkw, doch ein, zwei Abstecher erfordern einen Geländewagen, mit dem das Ganze auch mehr Spaß macht.

Auf der Landstraße umfährt man zunächst Morro Jable, oberhalb des Hafens zweigt dann die ausgeschilderte Piste ab. Sie führt über 20 km in einigem Abstand zur Küste durch eine pflanzenarme Halbwüste. Nach 6 km passiert man die Casas de Joros, eine alte Tomatenpflanzung. Bald flachen die Berge mehr und mehr ab. Kurz vor dem Ziel, der schmal ins Meer vorspringenden und mit einem Leuchtturm gekrönten Punta de Jandía, liegt das Dörfchen Puerto de la Cruz. Drei Kneipen bieten frische Fischgerichte.

Von Puerto de la Cruz aus bietet sich noch ein Abstecher an: Gegenüber vom Lokal Punta Jandía zweigt eine schmale Asphaltstraße nach Norden zur nahen Punta Pesebre ab. Rechts der Straße erkennt man eine parallel verlaufende alte Landebahn.

Fahren Sie nun zurück bis zu jener Abzweigung, von der man über eine Passstraße zur Nordküste nach Cofete gelangt. Bald erreicht man am Roque del Moro das schönste Aussichtsplateau des Inselsüdens (Passen Sie auf, dass Ihnen der heftige Wind nichts aus dem offenen Wagen oder die Mütze vom Kopf reißt!). Unten dehnt sich der helle Sandstrand der Playa de Cofete, die im Osten von El Islote, dem »Inselchen«, begrenzt wird. Dahinter wird der ebenso weitläufige Strand Playa de Barlovento sichtbar, und bei guter Sicht schweift der Blick sogar weit nach Nordosten bis zu den Bergen bei Pájara. Von den Stränden schwingen sich die Hänge ohne Unterbrechung hinauf bis zum Pico de Jandía (auch Pico de la Zarza), dem mit 807 m höchsten Berg der Insel. Abseits des nun folgenden Pistenstücks stehen große, kandelaberförmige Pflanzen, die Kakteen ähneln. Diese Cardón de Jandía genannte Unterart der Säuleneuphorbien zählt zu den botanischen Raritäten der Insel.

Der nächste Ort ist Cofete, eine Ansammlung von einfachen Häusern und Bretterbuden ohne fließend Wasser und mit eigenen Generatoren für die Stromversorgung. Nur wenige Menschen wohnen hier, sie leben von der Ziegenhaltung. Die Bar Cofete, bei der die Jeepsafaris Station machen, serviert auch Fischgerichte.

Vom Parkplatz aus erkennt man am Hang voraus ein einsam liegendes, zweigeschossiges Gebäude mit rundem Turm: die legendenumwobene Villa Winter. Sie ist nur per Jeep oder zu Fuß zu erreichen. Wie es heißt, sollte der deutsche Ingenieur Gustav Winter, der 1937 die Halbinsel pachtete, hier für die deutsche Marine einen UBoot- Stützpunkt anlegen. Dass es je dazu kam, ist jedoch mehr als zweifelhaft, denn irgendwelche Reste einer solchen Anlage fehlen. Gewöhnlich wird auch das Flugfeld an der Westspitze mit Winter in Zusammenhang gebracht. In Wahrheit wurde es jedoch erst lange nach dem Krieg angelegt, um den deutschen Urlaubern die mühselige Anfahrt vom alten Flughafen Los Estancos zu ersparen. Dann baute die Inselverwaltung aber den neuen Flughafen südlich der Hauptstadt und die Straße nach Morro, sodass das Flugfeld auf Jandía nie in Betrieb ging. Die gern kolportierte These, das Flugfeld sei als Stützpunkt für die deutsche Luftwaffe konzipiert, ist wohl ebenso irrig wie die vom U-Boot-Bunker.

Einzig die zivile Villa zeugt von der Ära Winter. Der Angabe von Winters Witwe zufolge entstand der Landsitz erst 1947. Aber warum wollte Winter in dieser Einsamkeit solch einen Bau errichten? Hatte er sich einfach in die tolle Szenerie verliebt? Sicher ist, dass die Villa nie ganz fertig und nie von den Winters bewohnt wurde, dass aber große Teile von Jandía unter Franco in das Eigentum Winters übergingen, dessen Erben so noch kräftig vom Tourismusboom profitierten. Die Villa wird heute von Ziegenhirten bewohnt. Eine reguläre Besichtigung ist nicht möglich, ein Handgeld hilft jedoch die Türen öffnen. Viel Geheimnisvolles gibt's aber nicht zu entdecken.

Von einer Weiterfahrt entlang der endlosen Sandstrände sollten Sie absehen: Das Querfeldeinfahren ist im Naturpark verboten, und wer geschnappt wird, zahlt eine empfindliche Geldstrafe. Die gesamte Fahrzeit für den Ausflug ab Morro Jable über das Westkap, Cofete und zurück liegt ohne Abstecher und Rastzeiten bei drei Stunden. Alles in allem sollten Sie fünf Stunden einplanen.

Nach Cofete können Sie auch wandern: über einen alten Königsweg. Fahren Sie dazu 3,2 km vom Beginn der Piste beim Hafen bis zum Grande Valle, wo Sie von der Piste nach rechts (faktisch fast geradeaus) abzweigen und an einer schäbigen Hüttensiedlung auf Schusters Rappen umsteigen. Gehen Sie geradeaus das Tal aufwärts. Der Weg wurde neu hergerichtet, und Sie können sich nicht verlaufen. Hin und zurück braucht man jeweils zwei Stunden. Vom Bergsattel aus haben Sie einen tollen Blick.

7 - Dünen bei Risco del Paso

Lauschige Mulden am Südende der Lagune

Der schönste Strandabschnitt der ganzen Insel

Bei Risco del Paso (Abzweigung von der Landstraße auf eine asphaltierte Piste bei km 71,8) endet die Lagune der Playa Barca. Die Attraktion dieses Strandabschnittes - des schönsten auf der ganzen Insel - sind zwei Sanddünen, begrünte Sandhügelchen und lauschige Mulden (viel FKK). Eine zweite, kürzere Zufahrt ist südlich des Barranco del Salmo bei Kilometer 75,5 ab dem dortigen, sehr lohnenden D Aussichtspunkt (mit kleinem Parkplatz) möglich. Das Meer vor Risco del Paso ist ein beliebtes Surfrevier. Ein paar kleine Anlagen ermöglichen es, in dieser optimalen Lage zu wohnen - ohne Telefon, z. B. in der unter deutscher Leitung stehenden Villa Christina (Buchung über Fax 928 87 02 60 oder www.riscodel-paso.com). Unterhalb davon unterhält René Egli eine Surfstation mit einer Bar.

Wundern Sie sich nicht über einzelne Spanier in schwarzer Badehose, die durchs Gelände streifen: Es sind Sittenpolizisten, die aufpassen, dass in den Mulden und Strandburgen nichts Erregenderes geschieht als hüllenlose Bräunung.

8 - La Lajita, Oasis Park, Kaktusgarten

Oasis Park: tierische Abwechslung zum Strandurlaub

Oasis Park: höchst tierische Abwechslung zum Strandurlaub - mit Kamelritt

5 km westlich von Tarajalejo liegt direkt an der FV 2 nördlich des Weilers La Lajita das Hauptausflugsziel des Südens: der große, wunderbar begrünte Oasis Park mit Zoo, Pflanzenverkauf, Kamelsafari, Gartenlokal und Papageienshow. Noch 700 m weiter auf der FV 2 gelangen Sie zum Kaktusgarten, einem von Spazierwegen erschlossenen, 16 ha großen Park mit über 2000 Pflanzenarten - vorwiegend Kakteen und Euphorbien -, einem kleinen Bach, Pavillons und Restauration (tgl. 9-18 Uhr, Eintritt 5 Euro).

La Lajita ist ein untouristisches Fischerdorf mit einem Kirchlein und einer Ringkampfarena. Im Bar-Restaurante Ramón (€), am Strand neben der Kirche, lässt es sich auf einer geschützten Terrasse gut speisen.